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Fußbecher

Schneider, Christian Gottfried (1710–1773); Schneider, Samuel

um 1730/50

Slider Bild - CC BY-NC-ND 4.0
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Der Fußbecher steht auf einem runden Fuß mit facettiertem Rand, der auf der Oberseite umlaufend mit aus senkrechten vertieften Strichen gebildeten Dreiecken verziert ist. Auf der Unterseite ist ein weißer Aufkleber angebracht, der mit „€ 4800,- // JYNN“ beschriftet ist. Zur Kuppa vermittelt eine gedrückte, massive Kugel zwischen Scheiben, die facettiert ist. Die Kuppa setzt zunächst mit konkav auseinanderlaufender Wandung an. Darüber läuft die Wandung konisch bis zum vergoldeten Trinkrand hin auseinander.
Über einer vertieft eingeschnittenen Palmette ist in einer detailliert gestalteten Rahmung, die unter anderem aus sich einrollenden Ranken, Früchten, Blüten, einem vierpassigen Brunnenbecken und Gitterflächen besteht, die Inschrift: „So schwer // man auf die Koppe geht so // leicht geht der Wein heraus // Wen Freundschaft die Gesund- // heit trinkt: Es lebe HOFMAN // und sein Haus“. Den Übergang zu der gegenseitigen Darstellung bilden zwei senkrechte geschliffene Zonen, die eben falls mit Ranken, Früchten und Voluten verziert sind. Dargestellt ist auf der restlichen Wandung, ebenfalls über einer geschliffenen Palmette der Blick auf das Riesengebirge. Auf dem höchsten Gipfel, der Schneekoppe, ist eine Kapelle erkennbar und rechts ein Ort, der von einem hohen Kirchturm dominiert wird (Warmbrunn, heute Cieplice Śląskie-Zdrój). Die rahmenden Details des geschnittenen Dekors sind ähnlich auch auf den Arbeiten von Gottfried Schneider (1710 – 1773) und seinem Bruder Samuel Schneider (1725 – 1775) zu finden, allerdings fehlen insgesamt weitere Anhaltspunkte für eine eindeutige Zuschreibung. Eine mit Bleistift ausgeführte Zeichnung des Riesengebirgspanoramas mit Warmbrunn wurde unter den Papiermusterabdrücken gefunden, die der Werkstatt Schneider zugeschrieben werden, vgl. Stefania Żelasko: Barock und Rokoko im Hirschberger Tal. Stein- und Glasschnitt 1650–1780. Hrsg. v. Georg Höltl und Peter Höltl, Glasmuseum Passau. Passau 2014, S. 89.
Vergleichsobjekte mit ähnlicher Kuppa gleicher Form und mit geschliffener Palmette, vgl. Olga Drahotová: Böhmisches Glas. Prag 1970, S. 54 (Schlesien, um 1750/60). Fußbecher mit ähnlicher Form: Żelasko 2014, Nr. 245 (Preußler Glashütte Weißbach, Schreiberhau, um 1730/40), Nr. 247 (Preußler Glashütte Weißbach, Schreiberhau, um 1750).
Zur Darstellung des Riesengebirges mit Warmbrunn, vgl. einen Kupferstich von Gottfried Böhmer in Schmiedeberg nach einer Vorlage von G. Henselius, um 1750, vgl. Justyna Wierzchucka/Martin Kügler: Barockes Glas aus Schlesien. Ślaskie szkło barokowe. Hrsg. von Gabriela Zawiła und Markus Bauer. Katalog der Bestände des Riesengebirgsmuseums in Hirschberg und des Schlesischen Museums zu Görlitz. Görlitz/Zittau 2016, S. 41.

(Sabine Tiedtke)
Bereitstellende Einrichtung:
Inventarnummer:
Gl035
Objektbezeichnung:
Weitere Objektbezeichnung:
Fußbecher mit Riesengebirge und Vergoldung
Material:
Maße:
Gesamt: Höhe: 13,2 cm; Durchmesser: 8 cm
Signatur/Kennzeichnung:
Aufkleber
Wo: Fußunterseite
Was: € 4800,- // JYNN
Inschrift
Wo: Kuppawandung
Was: So schwer // man auf die Koppe geht so // leicht geht der Wein heraus // Wen Freundschaft die Gesund- // heit trinkt: Es lebe HOFMAN // und sein Haus

Herstellung:

Ort/Datierung:
Szklarska Poręba (Stadt), um 1730/50

Zugriff und Nutzungsmöglichkeiten

Zitierlink:
https://www.digicult-verbund.de/item/DE-4261/lido/dc00000028
Lizenz Metadaten:
CC BY-SA 4.0
Ins Portal übernommen am:
13.08.2025 12:04:15
Zuletzt veröffentlicht am:
19.07.2025 09:54:32
Erstellt am:
25.02.2024 20:53:18
Zuletzt geändert am:
04.02.2025 10:15:47

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