Der dickwandige Pokal aus Goldrubinglas besitzt einen runden ansteigenden Fuß, der direkt in den Schaft übergeht. Dieser weist mittig eine kugelige Verdickung auf, die oben und unten konisch zusammenläuft. Die Kuppa entwickelt sich zunächst konische nach oben auseinander, über einem Ansatz wieder konisch zusammen um dann wiederum zum Trinkrand hin auseinander zu laufen. Die Oberfläche des Fußes und der Kuppa ist mit geschliffenen erhabenen Rundbogenfeldern, bzw. Schuppen überzogen, die in senkrechten Registern angeordnet sind. Ihre Binnenfläche ist teils mit Kerben versehen, so dass ein vegetabiler Eindruck entsteht. Die Schuppen am Schaft bilden Spitzen aus und wirken so wie übereinander gelegte Pflanzenblätter. Der profilierte Trinkrand ist oben abgeschliffen.
In der Sammlung des Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte hat sich ein Pokal aus farblosem Glas mit vergleichbar geschliffenem Dekor erhalten, der in Potsdam gefertigt wurde, vgl. Jutta Götzmann/Uta Kaiser: Gläserne Welten. Potsdamer Glasmacher schneiden Geschichte. Ausst. Kat. Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte. Petersberg 2017, Nr. 85 (Potsdam, um 1725).
Rubinglaspokale mit erhabenen oder gekehlten Schuppen wurden auch in abweichenden Formtypen hergestellt, vgl. Dedo von Kerssenbrock-Krosigk: Rubinglas des ausgehenden 17. und 18. Jahrhunderts. Mit einem Beitrag von Ingo Horn. Mainz am Rhein 2001, Nr. 16 und Nr. 29.
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