Grottaferrata war ein beliebtes Ausflugsziel zahlreicher Künstler auf den Wanderungen in die südliche Umgebung Roms, z.B. zu den Albaner Bergen. Ursprünglich als Abtei gegründet, wurde die Abtei später zur Festung ausgebaut.
1832 hatte Ludwig Richter in Meißen nach Studien von einer Italienreise ein großes Bild "Am Brunnen bei Grotta Ferrata" gemalt, das er später in zwei kleineren Repliken wiederholte. Um 1832/34 hatte auch Josef Anton Koch ein Gemälde "Grottaferrata mit Brunnenszene" geschaffen (Pommersches Landesmuseum Greifswald). Ahlborn, der in Rom mit Koch unter einem Dach gewohnt hatte, nahm sich Kochs bildparalleles Kompositionsschema zum Vorbild und auch er gliedert das Terrain durch Licht und Schatten sowie einen deutlichen Tiefenzug auf die Klosteranlage. Richter hingegen machte aus dieem Motiv ein nahgesehenes, von Bäumen überdachtes Brunnenidyll. Allen drei gemeinsam ist die Bedeutung der Brunnenstaffage. Bei Koch und Richter ist es jeweils ein Hirte, der auf die am Brunnen beschäftigten Frauen hinzueilt. Bei Ahlborn dagegen ist nur eine Frau mit dem Wäschewaschen beschäftigt, während im Vordergrund eine Albaneserin zwei spielende Kinder beaufsichtigt
Provenienz:
Berliner Akademieausstellung 1834, Eigentümer Schloss Potsdam. Seit 1920 Privatbesitz München. Durch Jürgen Rasmus 1980 erworben vom Kunsthändler Josef Assenbaum, Wien.