In Berlin lernte Paul Baum den klassischen Archäologen Theodor Wiegand kennen, der seit 1899 auswärtiger Direktor der Berliner Museen und wissenschaftlicher Attaché der deutschen Botschaft in Kostantinopel war. Wiegand lud Baum zu einem längeren Aufenthalt an den Bosporus ein, wo er sich von dem flirrenden Licht, dem Treiben auf dem Wasser und der orientalischen Architektur des Osmanischen Reichs inspirieren ließ. Unter der gleißenden Sonne des Südens erreichen die Farben seiner nun durchweg pointillistischen Bilder eine enorme Helligkeit und Leuchtkraft. Zu erkennen sind im Hintergrund die großen Moscheen und viele Schiffe und Segelboote auf dem "Goldenen Horn".
Baums großes Vorbild unter den Pointillisten war der Franzose Paul Signac, der erst 1904 und noch einmal 1908 seine Motive am Bosporus suchte und fand.
Hitzeroth L4v und F 173