Karl Buchholz war Sohn eines Landwirts und Anspänners in Schloßvippach unweit von Weimar. Der Landkämmerer Collenbusch, der ein Herrenhaus in der Nachbarschaft bewohnte, bestärkte die Eltern darin, ihren Sohn die Kunstschule in Weimar besuchen zu lassen. Aus dem Besitz der Familie Collenbusch stammt dieses Gemälde. Es zeigt zwei Reisigsammler, die sich auf ein verschneites Dorf zubewegen, ein Kompositionselement, um den Betrachter in das Bild hineinzunehmen oder seinen Blick dynamisch zu führen. Es handelt sich um ein frühes Meisterwerk und macht verständlich, warum Buchholz in Weimar als eine Art Wunderkind gefeiert wurde. „Der Mond war seine Schwärmerei“, berichtet sein Kollege Franz Hoffmann-Fallersleben, ein Sohn des Dichters, den Buchholz 1875 kennen gelernt hatte.
Rückseitig zwei Klebezettel: Collenbusch Weimar und Besitzervermerk eines Rechtsanwalts in Berlin.
Abgebildet in Der Türmer, 11. Jahrgang 1908 Bd. I, S.573