Der Belgier Théo van Rysselberghe gilt als wichtigster Pointillist im Gefolge von Georges Seurat und machte Paul Baum und Christian Rohlfs mit dieser Stilrichtung bekannt. Er entwickelte seine Gemälde mit unendlicher Geduld, Sorgfalt und schöpferischer Inspiration. Nach dem Tod von Seurat wandte er sich schrittweise vom Pointillismus ab. In diesem, in seinem Werk fast singulär stehenden Blumenstillleben sind Punkte und breite Pinselstriche neben und übereinandergelegt. Dabei war er bestrebt, nur wenige Farben zu verwenden. Sein Credo lautete jetzt, je weniger Farben, umso reicher kommt der koloristische Effekt zur Geltung.
Ronald Feltkamp, Thèo van Rysselberghe - Catalogue raissonné, 2003, S. 354 Nr. 1905-034.
Provenienz:
Vente Drouot 5. 11. 1971
Me Martin, Palais des Congrès, Versailles, ventes 5 juin 1977 (no 141) et novembre 1977 (no 84).
Coll. Fievet
Kunsthaus Bühler, Stuttgart