Stahlschmidt war ein Absolvent der Kunstschule in Weimar, der sich zu einem hervorragenden Darsteller des Einklangs von Mensch und Tier im dörflicher Umgebung entwickelte. Auf der Weltausstellung 1893 in Chicago war er mit zwei Gemälden vertreten, auf der Großen Berliner Kunstausstellung stellte er sein Können mit dem Gemälde „Sommertag“ unter Beweis.
Wiederholt reiste Stahlschmidt nach Schleswig-Holstein, um hier mit seinen Freunden aus Weimar Carl Arp und Christian Rohlfs zu malen. In einer Zeitungsmeldung hieß es: „Da steht Carl Arp, von der Leinwand halb verdeckt und malt das im Sonnenglast sich breitende Ährenfeld, mit dem saftig grünen Stück Wiese im Vordergrund. Wir gehen weiter, quer über eine frei und hoch gelegene Weidekoppel. Schon aus er Ferne hebt sich die Silhouette einer Staffelei gegen den hellen Himmel ab. Christian Rohlfs, auch ein Schleswig-Holsteiner, steht davor. Ein anderer Schauplatz, ein umhegter Hof, belebt von bunten Kühen und graugelben Schweinen, ist die Domäne des Tiermalers Max Stahlschmidt.“
rückseitig Reste eines Klebezettels: Große Berliner Kunstausstellung 1895 Max Stahlschmidt, Adresse: Weimar "Sommertag"