Seit Mitte des 19. Jahrhunderts ist die Porzellanmanufaktur der Familie Zsolnay ein Symbol der Stadt Pécs und einst der größte Keramik-Betrieb der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. Die gesamte Familie Zsolnay war in die Produktion eingebunden.Während Vilmos Zsolnay als „genialer Keramiker“ angesehen wird, gilt sein Sohn Miklós als gewandter Geschäftsmann, der die leitende Funktion der Fabrik auf dem Markt sicherte. Auch die Töchter von Vilmos Zsolnay leisteten einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung der Porzellan-Manufaktur. Júlia und Teréz Zsolnay waren als Malerinnen und Designerinnen der Produkte tätig. Die nach den Vorlagen der beiden Schwestern entstandenen Fayencen erregten bereits auf der Weltausstellung Paris 1878 größtes Aufsehen. Julia Zsolnay (1856-1950) modellierte diesen Madonnenkopf einer in tiefen Schmerz versunkenen Gottesmutter.
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