Hier im Bild drei Aquarelle zum Thema Stierkampf in Spanien als weiteres Beispiel für gesellschaftliches Treiben, diesmal bei einer Reise nach Spanien. Wie öfter bei Heinig werden die eher kleinen Aquarelle vertikal im entsprechenden Passepartout präsentiert. Alle drei zeigen Szenen aus einer Stierkampf-Arena, seinerzeit noch traditionell übliches Event der Region. Das obere der drei zeigt den Moment, in welcher der dunkelgraue Stier vor dem schwarz-braunem Grund der Wand dahinter dem von rechts aus dem Bildrand auf seinem Pferd heraustretenden, nur teilweise sichtbaren Matador entgegenblickt. Dessen Lanze oder sein Speer, wie sie bei diesen Kämpfen verwendet wurden, hält er noch nach unten zum Boden gerichtet. Im Hintergrund schaut ihm die Volksmenge vor samt-rotem Hintergrund entgegen. Im zweiten Bild das Ganze geringfügig weiter entfernt. Stier links, Reiter rechts stehen sich beide voll sichtbar und kampfbereit gegenüber. Die veränderte Farbgebung zeigt den Stier in eher blaugrauem Ton vor der jetzt roten Balustrade und das zuschauende Volk vor einem schwarz dunklen Hintergrund. Im dritten Bild dann der fortgeschrittene Kampf. Der Stier im Zentrum bereits mit den Spießen im Nacken tobt wild schnaubend auf den rechts stehende Matador zu, der ihm sein rotes Tuch vor den Augen schwenkt. Viel Rot auch am Boden vorn vor dem Stier, eine blutige Angelegenheit.