Der Titel dieses Bildes "Kitaros weiße Dame" stammt auch von einer Modenschau, ist aber diesmal nicht nach einem Designer benannt, sondern wohl nach einem japanischen Musiker, dessen Musik Heinig mochte und von der er sich inspirieren ließ. Ein in weiß gekleidetes Mannequin mit extravagantem Hut schreitet mit gekonnter Fußstellung auf den Laufsteg. Sie tritt aus einer schmalen Öffnung der Kulisse oder des Vorhangs auf den Betrachter zu. Dieser ist links bis zum Bildrand in Gold gehalten und rechts ebenfals mit schmalen Goldstreifen im Vorhangsgrün durchzogen. Das weiße Objekt der Präsentation ist ein kurzer Mantel mit ausladendem Kragenbesatz, vor dem das Model eine rote Blume trägt. Beine und Hände der Frau schimmern in einem türkisen Grün, vielleicht als Reflex der Umgebung im verwendeten Scheinwerferlicht. Das Bild strahlt Eleganz und mystische Faszination aus. Auf dem rechts dunkleren Hintergrund sind Schriftzeichen erkennbar, oben ist der Titel entzifferbar, das weitere nicht. Die hier goldfarbenen Schriftzeichen wirken wie Muster auf dem dunkeltürkisen Hintergrund und ihr Gold als Symbol des Glamours einer Welt, die davon lebt, Eindruck zu machen.