Das italienische Dörfchen Civezza nahe der Küste am Ligurischen Mittelmeer liegt etwas abseits der Route von San Remo nach Imperia im schon gebirgigen Hinterland. Das Dorf selbst ist fast wie ein Burgberg hoch oben gebaut auf dem Grat eines Bergrücken, die Häuser ganz eng an eng auf dem wenigen Platz, der sich bietet. Dazwischen die Gässchen ganz schmal, fast nur fußläufig sind sie erreichbar. Die Häuser aus Stein ganz rustikal wurden von Heinig im Zentrum des Bildes hier mit der Feder gezeichnet, mit der Gasse dazwischen, dem Torbogendurchgang und dem darüber gesetzten, die beiden Seiten verbindenden Bauwerk. Das Haus links am Bildrand reckt sich bis ganz hoch nach oben, dort sind ein paar Fenster und der Rand eines Daches detailliert dargestellt, wie auch am anderen Bildrand auf dem dortigen Haus die Antennen für Rundfunk und Fernsehen. Vom Betrachter aus zieht sich die Gasse unterm Torbogen links weiter nach hinten, dort sitzt ein Mann auf der Bank im Gespräch mit dem anderen, der vor ihm auf seinem Motorrad sitzt. Auch hier hängt das Interesse des Künstlers an fast jedem Detail, jeder Stein des Gebäudes wird einzeln umrissen. Dann jedoch – rechts von der Mitte – im hellen Papierweiß belassen der Rest des Gebäudes, es wirkt wie ein Foto grell überbelichtet, wo die Details des Objekts in der Helle verschwinden.