Drei Bleistiftzeichnungen sind hier nebeneinander im Passepartout gefasst, drei Gassen in Orten Liguriens. Links der Blick durch eine Arkade in Taggia, einem im Norden Imperias liegenden Ortsteil, etwas grob gemauert wirkt das Gewölbe, rechts und links wie von Säulen getragen bietet es den Menschen ein wenig Schatten in der Hitze des Sommers. In der Mitte eine Gasse in Civezza, dem kleinen Dorf hoch auf dem Berggrat, wo Heinig seine Ferien verbrachte. Die schmale Gasse ist hier von einem Torbogen überspannt, der verbindet benachbarte Häuser. Die typischen Läden mit schmalen Lamellen geschlossen schützen das Innere vor der Hitze des Tages. Auch das dritte Bild zeigt eine Gasse in Civezza, hier verbinden zwei Bögen übereinander die Häuser benachbarter Seiten der Via Macchiavelli. Vorn rechts davor eine Fassade geschlossen, darüber ein eisern geschmiedetes Gitter, wohl einer Terrasse, darüber die Mauer aus grobem Gestein, der Fensterladen an der Fassade mit seinen schmalen Lamellen zur Straße steht offen. Unten davor auf der Gasse selbst und unter dem Bogen ist eine Vespa geparkt, weiter hinten steht eine ältere Frau, über ihr hängt an der Mauer die zierlich geschmiedete Straßenlaterne. Auf dem ersten der beiden Bögen, oben unter dem zweiten als Dach, nutzt ein Paar die gitterlos offene Brücke als Sitzplatz, er links stehend auf dem Arm das Kleinkind, sie sitzt rechts an der Wand und schaut auf die Gasse hinunter.