In einer zweiten Studie zum Thema „Raub der Töchter …“ – hier von der Szene her fast identisch, jedoch ein zwei Jahre älteres Bild – zeigt Heinig noch einmal den Raub der als Motorradfahrer paraphrasierten Protagonisten Castor und Pollux der griechischen Mythologie. Diese aquarellierte Zeichnung zeigt die Szene in überwiegend fein gestrichelter Struktur mit entsprechenden Schraffuren, die nur hier und da schwach koloriert ist, die Helme der Räuber in blassem Rot und die Berge des Hintergrunds schwach hellblau. Den Himmel darüber füllt ein Vorhang eng paralleler, vertikaler Strichlinien, in denen durch partielle Auslassung ein paar Wolken am regnerisch wirkenden Himmel erscheinen. Durch die verwendete Technik entsteht ein Erscheinungsbild, wie bei einer Radierung.