In dieser wohl experimentellen Studie zum Thema „Helme“ befasst Heinig sich mit der von ihm so wahrgenommenen Problematik solcher Objekte. Sein Text auf dem Rand lautet : „Helme = Masken? – Konflikt zwischen Realität und Abstraktionen – Das Einäugige des plastischen Entwurfes, dies Problem der Farben / des Plastischen / d. Stereometrie“ offenbart diese Problematik dem Betrachter nur bedingt, es bleibt viel Spielraum. Insgesamt zeigt er drei Abbildungen von in der Tat maskenhaften Helmen. Die größere Darstellung oben erinnert mehr an eine afrikanische Skulptur, die dunkle Hautfarbe, oder die Ringe am gestreckten Hals, der „Schattenwurf“ links davon soll vermutlich die Räumlichkeit des Objekts unterstreichen. Die beiden Helm-Darstellungen unten erinnern eher an Astronauten, Taucher oder Rennfahrer, wirken aber auch wie Entwürfe für eine plastische Gestaltung. Die Wahrnehmung, die Heinig hier mit einarbeitet, enthält die Erkenntnis, dass Helme, zum Schutz gedacht einerseits, auch zur Maskierung der Personen dahinter mutieren. Wenn er im Text von „Einäugigkeit“ spricht, betrifft es wohl diese potentiell zwiespältige Wahrnehmung, aber auch die Begrenztheit der Möglichkeiten, plastische Objekte in der Papierebene vollständig zu repräsentieren.