Einen toten Schwan zeigt uns Heinig hier, wie man ihn als Spaziergänger am Strand der Ostsee – insbesondere in der kälteren Jahreszeit – gelegentlich findet. Dieses Geschöpf hier liegt, wie es scheint, noch nicht sehr lange dort. Das noch weiße, vorn etwas bläulich feuchte und in den Schwanzfedern graue und vom Künstler fein ziselierte Gefieder wirkt fast unversehrt, hinten heraus das Orange-Rot des gestreckten Fußes. Der dünne Hals mit dem Kopf, aus dem uns das tote Auge anstarrt, liegt lang gestreckt da im Sand. Die zwei rötlichen Stellen am Hals und unter dem Flügel deuten auf Verletzungen hin. Die feine Strichelung der mit farbigem Stift filigran wirkenden Schraffuren spiegelt ebenso fein wie natürlich die Realität dieser Szene. Der papierweiß belassene Grund kommt dem realen feinkörnigen Sandboden auch fast naturgetreu nahe.