Hier nun das Porträt eines Kindes, es ist das Bild seines damals vierjährigen Sohnes, seiner Frau zum Hochzeitstag gewidmet. Mit keck-wachem Blick schaut er unter dem zum Pony nach vorn gekämmten Haar nach links ins Bild. Die Bleistiftzeichnung beschränkt sich aufs Wesentliche und ist hier und da sparsam mit zusätzlichen Farbstift-Schraffuren ergänzt, das hebt die glatte Gesichtshaut des Kindes besonders hervor, dazu trägt auch der leicht rot kolorierte Mund bei. Unter der vollen Kinnpartie zeigt er sein Krangen-loses Hemdchen und darüber die Träger der Latzhose. Auf der Rückseite schrieb Heinig: „Er hat Modell gesessen für Papa und sein kleines Köpfchen fiel immer wieder zur Seite oder nach unten. Er hat sich bemüht“.