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Kiel - St. Nikolaikirche, Ausstattungsdetails

Sommer, Gotthold (1882–1953)

1940

Slider Bild - CC BY-SA 4.0
1/1
Der Landgerichtsrat Henning von Wedderkopals stiftete 1705 die Kanzel als Ersatz für eine Kanzel von 1522. Das Stifterwappen sowie die seiner ersten und zweiten Frau sind auf dem Kanzeldeckel angebracht. Hergestellt wurde sie von dem Kieler Bildhauer Theodor Allers. Der fünfseitige Korb und das Treppengeländer werden wechselseitig von marmorierten Doppelsäulen und Figurennischen gegliedert. Sie enthalten die Apostel als die Zeugen Christi als ersten Prediger, wie eine Schrift unter den Nischen aussagt. Im Kanzelträger zeigt sich Moses mit den Tafeln der Zehn Gebote als Fundament des Glaubens. Der Kanzeldeckel wird vom auferstandenen Christus mit der Siegesfahne bekrönt, umringt von die Leidenswerkzeuge der Passion zeigenden Engeln.
Im Mittelschiff hängt der große barocke Kronleuchter aus Bronze von 1638, der ein Geschenk der Erben des Landgerichtsnotars Rudolf Faust ist. Der Leuchter hat einen doppelten Kranz von je 12 Lichterarmen und die gleiche Anzahl an Zierarmen. Diese tragen Figuren, die Christus und die Apostel darstellen. Der Schaft baut sich aus Kugeln, Schalen, Vasen und Scheiben auf. Unterhalb des aus zwei weiblichen Figuren gebildeten Aufhängeringes ist ein Pelikan mit ausgebreiteten Flügeln, der seine Brust aufreißt und mit dem eigenen Blut seine Jungen nährt. Es ist das Symbol des Opfertodes Christi. Insgesamt ist der Leuchter mit seiner Schaftgliederung, der strengen Linienführung und den flachen Lichtertellern stärker der Renaissance angelehnt.
Der ganz links am Bildrand sichtbare kleine, ebenfalls aus Bronze gefertigte kleine Kronleuchter von 1661 wird durch die Figur des Namensgebers der Kirche, St. Nikolaus, bekrönt. Sein Schaft baut sich in gefälligen Formen über der Kugel auf und trägt nur einen Kranz von 12 Lichterarmen, die S-förmig weit ausschwingen. Dazwischen sitzen noch kürzere Zierarme mit Obelisken. Oberhalb des Lichterkranzes hängen am Schaftring 12 geschwungene, mit Knorpelwerk besetzte Zierarme, bei denen immer ein größerer von einem kleineren abgelöst wird.
(Kiel III St. Nikolaikirche 16)
Bereitstellende Einrichtung:
Inventarnummer:
Kiel III St. Nikolaikirche 16
Objektbezeichnung:
Sachgruppe:
Material:
Signatur/Kennzeichnung:
betitelt und datiert
Wo: u. M. handschriftlich
Was: Blick auf die Kanzel der Nikolaikirche (1708) (…).
signiert und datiert
Wo: u. r. handschriftlich
Was: G. Sommer 1940.
Stempel
Wo: rückseitig M.
Was: Aufnahme G. Sommer, Kiel

Herstellung:

Datierung:
1940

Zugriff und Nutzungsmöglichkeiten

Zitierlink:
https://www.digicult-verbund.de/item/DE-MUS-076111/lido/Kiel III St. Nikolaikirche 16
Lizenz Metadaten:
CC BY-SA 4.0
Ins Portal übernommen am:
13.08.2025 12:42:18
Zuletzt veröffentlicht am:
14.07.2025 20:52:35
Erstellt am:
24.03.2021 23:16:13
Zuletzt geändert am:
09.04.2021 18:16:12

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