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Familie Petereit

Dornbusch, Friedrich (1879–1962)

1941

Slider Bild - CC BY-SA 4.0
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Porträtgemälde der Kieler Familie Petereit, angefertigt 1941 von dem deutschen Maler und Grafiker Friedrich Dornbusch (*1879 in Königsberg; † 31.07.1962 in Kiel), Öl auf Holz.
Friedrich Dornbusch fertigte dieses großformatige Familienporträt 1941 anlässlich der Silberhochzeit des Kieler Fabrikanten und Korvettenkapitäns d. R. Eugen Petereit (rechts) und seiner Ehefrau Ida (2. v. l.) als Geschenk für ihre Kinder an. Abgebildet sind in Lebensgröße von links der jüngste Sohn Timm-Ludwig in HJ-Uniform, die Mutter Ida (geb. Timm) mit Mutterkreuz auf der Brust und Veilchenstrauß in der Hand, die jüngste Tochter Freya mit Veilchenblüte in der Hand, die älteste Tochter Ida, der 22-jährige Sohn Max-Eugen in Leutnantsuniform mit Verwundetenabzeichen und Eugen Petereit in Kapitänsuniform. Links und rechts wird das Motiv eingefasst von Lorbeerbüschen. Im Hintergrund ist eine Ansicht der Kieler Förde zu sehen. Eugen Petereit hat seine Hände im Vordergrund auf einem mit einem violetten Samtüberwurf bedeckten Tisch abgelegt. Die Hand seiner kleinen Tochter liegt auf den seinen. Auf dem Tisch liegt ein Blatt Papier, auf dem der Anlass des Gemäldes geschrieben steht: "Zur Erinnerung an die Zeit des Befreiungskampfes des unter Adolf Hitler geeinten Grossdeutschlands unseren Kindern [Namen und Geburtsdaten der Kinder] geschenkt am Tage unserer Silbernen Hochzeit dem 28. März 1941 [Name und Geburtsdaten der Eltern]". Der hier 22-jährige Sohn der Familie, Max-Eugen, fiel ein Jahr nach Anfertigung des Gemäldes als Oberleutnant und Batteriechef, nahe des Ladogasees im Krieg. Sein jüngerer Bruder Timm Ludwig fiel ebenfalls im Zweiten Weltkrieg vermutlich im Jahr 1944.
Das Gemälde hat trotz der Farbintensität die charakteristische Kühle offizieller NS-Porträts und zeigt durch die äußere Erscheinungsform der Dargestellten, die Uniformen der Männer, das Mutterkreuz und ganz deutlich durch das Schriftstück auf dem Tisch die ideologische Gesinnung der Familie.
Der Künstler Friedrich Dornbusch siedelte 1951 nach Kiel über, nachdem 1942 in Berlin fast alle seiner Werke bei einem Bombenangriff verloren gingen. Er flüchtete nach Konitz, Lübeck und schließlich nach Kiel. Vor 1945 fertigte er überwiegend Grafiken und Gemälde mit mystischen, biblischen Themen an. Nach dem Krieg befasste er sich mit Motiven aus der Zeit der NS-Diktatur, wie Zeichnungen aus Konzentrationslagern oder dem Soldatenalltag beider Kriege. Der NS-Ideologie gegenüber war Dornbusch eher kritisch eingestellt.
Das Gemälde ist in einem goldfarbenen Holzrahmen eingefasst.
Bereitstellende Einrichtung:
Inventarnummer:
2007-143
Objektbezeichnung:
Sachgruppe:
Material:
Technik:
Öl
Maße:
Bildmaß: Höhe: 98 cm; Breite: 148 cm
Rahmenmaß: Höhe: 117,7 cm; Breite: 168,2 cm; Tiefe: 7,2 cm
Signatur/Kennzeichnung:
signiert
Wo: u. r.
Was: F. Dornbusch.
datiert
Wo: auf Schriftstück im Bild
Was: 1941
dedicatio
Wo: u.M. [im Bild]
Was: "Zur Erinnerung an die Zeit des Befreiungskampfes des unter Adolf Hitler geeinten Grossdeutschlands unseren Kindern Max-Eugen 19.6.1919. Ida 9.7.1921. Timm Ludwig 3.4.1925. Freya 3.7.1935. geschenkt am Tage unserer Silbernen Hochzeit dem 28. März 1941. Eugen Petereit 19.11.1890. Ida Petereit geb. Timm 21.7.1893"

Herstellung:

Zugriff und Nutzungsmöglichkeiten

Ins Portal übernommen am:
13.08.2025 12:12:52
Zuletzt veröffentlicht am:
14.07.2025 23:10:55
Erstellt am:
16.03.2022 12:33:16
Zuletzt geändert am:
04.08.2023 09:27:24

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