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Gespeichert von sjessen am Fr., 20/12/2019 - 14:33 Uhr

digiCULT bei Podiumsdikussion zum Thema "Zugang gestalten"

Die internationale Konferenz "Zugang gestalten!" zum kulturellen Erbe im Digitalen befasste sich dieses Jahr mit pragmatischen Lösungen: eine Checkliste für die digitale Transformation kultureller Infrastruktur wurde in einer Bühnenwerkstatt unter der Moderation von Barbara Fischer (Arbeitsstelle Standardisierung DNB) erarbeitet. Gemeinsam erstellten Jürgen Kett, Leiter der Arbeitsstelle Standardisierung an der Deutschen Nationalbibliothek, Hans-Jörg Lieder, Abteilungsleiter für Bibliographische Dienste der Berliner Staatsbibliothek und digiCULT-Geschäftsführerin Frauke Rehder diesen Leitfaden.


 

Neue Ressourcen braucht das Land

In den beiden wesentlichen Eckpunkten der Diskussion herrschte Einigkeit auf dem Podium. Erstens, die digitale Transformation ist eine neue Daueraufgabe für alle Bereiche der Kulturgut bewahrenden Einrichtungen, die entsprechende personelle und finanzielle Planungssicherheit braucht. Sie gelingt vermutlich am ehesten in Kooperation mit anderen gern über die Fachgrenzen hinweg. Einmal bedingt und ermöglicht die digitale Transformation den Dialog und die Vernetzung. Die Grenzen zwischen den früher ausschließlich als Besuchende oder Kundschaft Wahrgenommenen und den aktiv Beitragenden verschwimmen zunehmend. Der Austausch sollte daher ebenso auf der kommunikativen wie auf der technischen Ebene stets gesichert sein. Zum anderen können in der Kooperation teure Eigenentwicklungen und an den Elfenbeinturm anmutende Insellösungen zu Gunsten von Nachnutzung oder kooperativer Werkzeugkästen vermieden werden. Aber auch schon die Kenntnis von Standards und ihr Einsatz im Bereich der Metadaten und Schnittstellen fördern die Vernetzung der Daten und Institutionen. Schließlich ist der oft unbedachte Aspekt der Langzeitarchivierung eine eindeutige Stolperfalle in der Daueraufgabe “Digitalisierung”. 

Weniger planen und mehr gemeinsam machen

Der zweite wesentliche Eckpunkt ist der Fokus auf ein iteratives Vorgehen gegenüber langen Planungsphasen und zugleich die Umsetzung in aufeinander aufbauender und sich gegenseitig bedingender jedoch auch verzichtbarer Module im Gegensatz zu geschlossenen Prozessabläufen. Auch hier empfahlen die Teilnehmenden der Bühnenwerkstatt immer wieder in den Dialog mit den Nutzenden zu gehen, um sicherzustellen, dass deren Bedarfe auch tatsächlich mit den Vorhaben erfüllt werden. Zum Schluss, angeregt durch einen Beitrag aus dem Publikum, bei aller Modularität, allem Dialog und agiler Iteration im Kern geht es auch im digitalen Wandel darum in der kritischen Auseinandersetzung mit der eigenen Aufgabe als Institution, ihrer Neukonzeption im digitalen Raum die eigenen Mitarbeitenden, die Partner und Mitwirkenden mit einer Vision für die Zukunft zu begeistern.

Die “Checkliste” fasst stichpunktartig Anker im digitalen Transformationsprozess zusammen.

News | digiCult Verbund eG