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Projekte

Einige der von digiCULT in Kooperation mit Kultur- und Medienpartnern umgesetzten Projekte:

Portal "100 Jahre Ruhrgebiet" des LVR-Industriemuseum

Das RVR-Fotoportal 100 Jahre Ruhrgebiet zeigt einen ausschnitthaften Überblick aus dem Gesamtbestand von circa 35.000 Fotografien. Die Motive der Fotos, die das Bildarchiv in den vergangenen Jahrzehnten bewahrt hat, repräsentieren die übergeordneten Themenbereiche Wohnen, Verkehr, Umwelt und Freizeit bzw. Kultur und den gestalterischen Vorgang des Planens.

Blick aus dem Fenster auf das Stahlwerk in Duisburg-Laar, 1952, LVR-Industriemuseum CC BY-SA 4.0Vor etwas mehr als 100 Jahren – am 5. Mai 1920 –  wurde der Regionalverband Ruhr (RVR) unter dem Namen Siedlungsverband Ruhrkohlenbezirk (SVR) in Essen gegründet. Das historische Bildarchiv des RVR und seiner Vorgängerinstitutionen KVR (Kommunalverband Ruhrgebiet) und SVR umfasst Original-Fotografien und fotografische Reproduktionen von Plänen und Grafiken aus den 1920er bis 1990er Jahren. Seit 1999 wird das RVR-Bildarchiv im LVR-Industriemuseum in Oberhausen als Depositum aufbewahrt.

Die Aufnahmen spiegeln die Aktivitäten des Kommunalverbands im Ruhrgebiet mit seinem breiten Aufgabenspektrum von der Regionalplanung, Grünflächen- und Verkehrsplanung bis zu Kultur- und Freizeitgestaltung im Wandel der Jahrzehnte wider. Dabei fallen auch Themen ins Auge, die in den vergangenen 100 Jahren kontinuierlich bedeutsam blieben. Die Aufnahmen dokumentieren damit zentrale Aspekte der sich stetig wandelnden Lebensumstände in der Region.

Die Fotografien aus dem RVR-Bildarchiv werfen aus ganz unterschiedlichen Perspektiven Schlaglichter auf die jeweiligen infrastrukturellen und gesellschaftlichen Verhältnisse im Ruhrgebiet. Viele der Bilder stammen nicht von renommierten oder zumindest namentlich bekannten Fotografinnen und Fotografen; oft griffen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Verbands selbst zum Fotoapparat, um geeignetes Bildmaterial für den speziellen Bedarf in ihrem Arbeitsbereich zu erstellen. Seit den 1970er Jahren beauftragte der Verband allerdings auch professionelle Fotografinnen und Fotografen, die den Imagewandel vom Land der rauchenden Schlote zur grünen Metropole der Industriekultur begleiten sollten.

Angesichts der Fülle des Materials lässt sich kaum eindeutig bestimmen, welcher der Kategorien die Mehrzahl der Fotos zuzurechnen ist, zumal die zahlreichen ebenfalls zum Bestand gehörenden Reproduktionen von Wirtschaftsplänen und anderem Kartenmaterial alle Themenbereiche gleichermaßen betreffen. Die Bereiche »Wohnlage«, »Planwerk«, »Verkehrsader«, »Grünzone«, »Spielwiese« ermöglichen einen einfachen thematischen Zugang zu den Fotografien.

Die technische Umsetzung und Gestaltung des Portal-Frontends übernahm die Agentur für Informationsästhetik JUSTORANGE, die Datenbank und Bereitstellung erfolgte durch digiCULT.

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