Ein frühes Werk des Künstlers stellt diese Zeichnung dar, sie stammt aus dem Jahr 1964, als Heinig sich vermutlich zu einer Studienreise auf der Insel Langeland in Dänemark aufhielt. Es ist eine Rohrfederzeichnung, einer von ihm in dieser Zeit häufiger angewendeten Technik. Die von rechts oben im Bild nach links unten steil abfallende Küste der Insel gibt eben darüber und vor allem nach links den Blick auf das offene Meer frei. Weit im Hintergrund erscheinen sehr klein die Höhenzüge des fernen Festlandes. Der karg bewachsene Hang mit gefurchten Erosionen wird mittels Schraffur strukturiert, in welcher die kleinen Büschel und Zweige des Pflanzenwuchses ihren Platz finden. Der steinige schmale Ufersaum mündet in das durch horizontal enge Schraffur dargestellte eher ruhig erscheinende Wasser der Ostsee.