Eine Rollage ganz anderer Prägung zeigt hier fünf Posen einer jeweils aufrecht stehenden Person. Diese sind jeweils einzeln in leicht verschiedenen Ansätzen gearbeitet. Das Objekt links am Rand zeigt das Bild einer Frau im Profil ihrer rechten Figur, leicht bekleidet mit Badeanzug und hoch über den Kopf hoch gestreckten Armen, Kopf und Gesicht selbst kaum erkennbar. Das Bild – eine Fotografie – hat Heinig in Streifen geschnitten und in gleich breiten Abständen wieder montiert. In die Lücken dazwischen füllt er mit Bleistift die Bereiche zwischen den Körperpartien andeutend aus. Das zweite Objekt auch das Bild dieser Dame und ähnlich bekleidet, hier wohl das Foto in doppelter Fassung genauso zerschnitten und im Wechsel die beiden gedoppelt montiert ohne Abstand. Das dritte zeigt erneut ein Bild dieser Dame, jetzt nur frontal, ihr Gesicht ist nun erkennbar. Das Foto geschnitten, wie jenes genauso montiert und in die Räume dazwischen werden die Körperelemente als Bleistiftschraffuren verbindend gefüllt. Bild Nummer vier, auch dies ein Frontalbild der Frau, nach dem Schneiden in Streifen auf Abstand montiert. Auch hier werden die Distanzen gezeichnet gefüllt, deutlicher ausgeprägt und dem Fotobild stärker entsprechend. Das fünfte Element dieses Bildes montiert der Künstler in ähnlicher Technik geschnitten mit größerem Abstand zum letzten der vier. Es zeigt die Figur eines Mannes, der völlig hüllenlos sein linkes Profil zeigt. Er steht aufrecht da, das rechte Bein leicht gewinkelt liegt der Handrücken der rechten Hand an seinem eigenen Rücken. Sein Kopf ist jedoch von einem großen Sturzhelm bedeckt, wie ihn Rennfahrer tragen. Unter diesem und über dem Mundschutz desselben erkennt man die Augen- und Nasenpartie. Die vertikalen und trennenden Streifen zwischen den fünf Collagen hat Heinig mit Blattgold oder Goldfolien gestaltet.