Ein Mensch sitzt auf einer ebenen Fläche inmitten der lilafarbenen Vegetation auf der Hallig Gröde und blickt in die scheinbar endlose Weite. Halligen sind kleine, nicht eingedeichte Inseln im nordfriesischen Wattenmeer. Der Horizont, der ungefähr auf Augenhöhe der Person verläuft, wird unterbrochen von kleinen Umrissen der Höfe auf den Warften umliegender Halligen. Die künstlich aufgeschütteten Hügel, auf denen die Häuser stehen, nennt man Warften. Bei Landunter wird meist nur die Hallig, aber nicht die Warft überschwemmt. Auf Gröde befinden sich zwei Warften. Hallig Gröde zählt zu den kleinsten der zehn Halligen an der Nordseeküste. Ihre Bewohnerzahl beläuft sich auf 10 bis 20 Personen. Halligen sind Überbleibsel vom Festland oder von Inseln, die von Sturmfluten abgetragen worden sind. - Heike Carstensen