Anstelle eines bis zur Säkularisierung bestehenden Zisterzienserklosters ließ Herzog Johann d.J. von Schleswig-Holstein-Sonderburg durch den Baumeister Nikolaus Karies von 1583-1587 ein Schloss erbauen. Zeitweilig diente das Schloss als königliche Residenz. Nach 1854 war es Sommersitz von König Friedroich VII., wo er 1863 auch verstarb. Nach der Abtretung des Herzogtums Schleswig an Preußen gab der preußische König Wilhelm das Schloss 1869 an die herzogliche Familie von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg zurück. Bis heute ist es im Besitz des Hauses Schleswig-Holstein, wurde jedoch 1922 in eine Stiftung eingebracht. Das Schloss, ein weißverputzter Ziegelbau, ist ein aus drei aneinandergebauten Giebelhäusern bestehendes quadratisches Gebäude mit achteckigen Türmen an den vier Ecken. Der quadratische Grundriss, die Ecktürme als Pavillons und die symmetrische Raumanordnung mit den Sälen im Mitteltrakt ist an französische Vorbilder angelehnt. Das Schloss ist durch einen Steindamm mit dem Schlossplatz verbunden. Dieser ist an drei Seiten von später erbauten Nebengebäuden und einem Kavalierhaus von 1786 eingeschlossen.
Auf der Darstellung sind unterhalb des Zentralbildes mit dem Schloss sind noch vier Randbilder:
"Eingang zum Schloss", "Badehaus", "Strand bei Sandwig".
Abbildung aus:
"Ueber Land und Meer. Allgemeine Illustrirte Zeitung (Deutsche Illustrirte Zeitung), Hsg. F.W. Hacklander, Vlg. Eduard Hallberger, Stuttgart 1876, Jg. 18, Bd. 35, Nr. 25, S. 500."
(3 Glücksburg)