Das heutige Oldesloer Gebeit war bereits in der Steinzeit besiedelt. Erstmals wurde Oldesloe 1163 als Tadeslo erwähnt. Die Schauenburger Grafen entwickelten den Ort zu einem wichtigen Umschlagplatz und schon 1175 ist eine Zollstation belegt. Das lübische Stadtrecht bekam Oldesloe 1238 und 1370 von Graf Adolf VIII. das Marktrecht. Vor den Toren der Stadt bestand seit 1289 das Siechenhaus St. Jürgen für Leprakranke. Das 1452 gescheiterte Kanalbauprojekt, die beiden Hansestädte Hamburg und Lübeck mit einer Wasserstraße zu verbinden, wurde 1526 wieder aufgenommen. Im August 1529 erfolgte die Inbetriebnahme des Alster-Beste-Trave-Kanals, der jedoch 1550 wieder geschlossen wurde. Ein Brand vernichtet Mai 1798 drei Viertel der Stadt. Anfang des 19. Jhd. hoffte man, die Salzquellen gewinnbringend als Heilwasser einsetzen zu können und nahm 1813 ein Kurbad in Betrieb. Die Verleihung des Titels "Bad" erfolgte jedoch erst 1910, als der Kur- und Badebetrieb bereits wieder bedeutungslos war. 1929 erfolgte die Zwangsversteigerung des Kurbades, die Einrichtungen verfielen und wurde 1938/1939 gesprengt. Trotzdem die Anerkennung als Heilbad nicht mehr besteht, darf die Stadt weiterhin den Namenszusatz "Bad" tragen. Eine industrielle wirtschaftliche Basis gab es nicht, denn zu stark hatte man auf einen Kur- und Badebetrieb gesetzt. Es wurde ein kleines Landstädtchen und versank in der Bedeutungslosigkeit. Erst seit den 60er Jahren des 20. Jhd. nahm die Stadt einen wirtschaftlichen Aufschwung und ist heute zu einem Mittelzentrum geworden.
Die Lithografie zeigt im Vordergrund Bade- und Kurgäste, die Salinenanlagen, ganz links im Hintergrund das Badehaus und rechts daneben einige Windmühlen.
(2 Oldesloe)