Bereits im 19. und 20. Jahrhundert war Oddadalen, das Tal der Wasserfälle, bei deutschen und englischen Touristen als Reiseziel beliebt. Auf wenigen Kilometern sind hier die Wasserfälle wie auf einer Perlenschnur aufgereit. Eine Pferdekutsche brachte sie damals durchs Tal zu den Wasserfällen. Der wohl bekannteste unter ihnen ist der Låtefossen, auch als "König der Wasserfälle" bezeichnet. Der Zwillingswasserfall stürzt 165 Meter in die Tiefe und wird wie auch der sich unmittelbar davor befindliche Espelandfoss aus den zahlreichen Bergseen gespeist. Bis Anfang des 20. Jhd. befand sich direkt am Wasserfall ein Hotel. Über einen in Serpentinen führenden Weg kann man noch heute die Überreste sehen. Gegenüber dem Wasserfall steht ein Gedenkstein, den Kaiser Wilhelm II. für Leutnant Gustav von Hahnke errichten ließ. Am 11.7.1897 dort der junge Kaiserliche Leutnant zur See bei einem Ausflug im Alter von 26 Jahren ums Leben. Er stürzte von einem Fahrrad in den reißenden Bergfluss, aus dem erst Wochen später seine Leiche geborgen werden konnte. Der Leutnant war mit an Bord der "HOHENZOLLERN", die mit Kaiser Wilhelm II. fast jedes Jahr Odda anlief. um dort die Sommerfrische zu verbringen.
Die Fotografie zeigt den Wasserfall von der Brücke aus.
(Ortsalbum 173-55)