Der 3 km lange und etwa 70 m breite Trollfjord liegt im südlichen Teil der Inselgruppe Vesterålen. Er gehört nicht zu den größten und tiefsten norwegischen Fjorden, jedoch zu den landschaftlich dramatischsten. Er zweigt von der Meerenge Raftsund ab und wird von sich zum 1000 m hohen Bergmassiv Trolltindan auftürmenden Felswänden begrenzt.
Während der Fangsaison, der Trollfjord war voller Kabeljau, gerieten sich am 6.3.1890 Tradition und Fortschritt in die Haare. Dampfgetriebene Kutter versuchten, alles abzufischen und versperrten den Fischerbooten unter Segel die Zufahrt. Die ließen sich das aber nicht gefallen und als sie versuchten, die Blockade zu brechen, kam es zu einer Schlägerei. Dabei wurde die Angreifer auch mit heißem Wasser übergossen, dennoch gelang es ihnen, die Blockade zu brechen. Das daraufhin erlassene "Lofoten-Gesetz" legte fest, was an Fischereigeräten wo eingesetzt werden durfte. Auch literarisch fand es in dem Buch "Der letzte Wiking" von Johan Bojers eingang. Heute machen die Schiffe der Hurtigrute auf ihrer Fahrt von Norden oder Süden kommend durch den Raftsund einen Abstecher in den Trollfjord, jedoch nicht bei Dunkelheit im Winter.
(Ortsalbum 173-65)