Vermutlich liegt dieser Darstellung einer Friesischen Braut von Westerland ein Fehler beim Kolorieren zugrunde. Laut Forschungsquellen müsste es sich bei den hier in schwarz dargestellten Ärmeln korrekterweise um rote Ärmel handeln. Des Weiteren hat es den Anschein, als trüge die Braut rote Handschuhe. Tatsächlich wurden ihre Hände aber im falschen Hautton eingefärbt. Solche Fehler in der Darstellung sind keine Seltenheit. Trachtenabbildungen wurden über Jahrzehnte hinweg mehrfach kopiert und je nach Künstler individuell angepasst.
- schwach, sich nach oben erweiternder hoher Zylinder, mit schwarzem Samt bezogen = Hüüf, am oberen Kranz mit aus Silber gefertigten eierförmigen Hohlkörpern verziert = Döpken
- weißes, knielanges Unterkleid aus Leinen, in Falten gelegt, mit einem hochstehenden Kragen und langen Ärmeln = Smock
- schwarzes, kurzes „Kleid“ = Kaartel, erinnert viel mehr an eine Weste, bestehend aus schwarzen Ärmeln und einem breiten Band, das die Ärmel zusammenhält, verziert mit üppig vergoldetem Münzschmuck
(Ts 10)