Uniformen dänischer Grenadiere von 1701 bis 1837. Unterhalb der Darstellung die Zeitleiste für die Uniform- und Ausrüstungsentwicklung der Grenadiere.
Seit dem 17. und 18. Jhd. gehört die Truppengattung der Grenadiere zu den Infanteristen. Sie bildeten eine militärische Elite und wurden bei Belagerungen mit besonders gefährlichen Aufgaben betraut und an Schwerpunkten des Kampfes in der Schlacht eingesetzt. Zu ihrer Bewaffnung gehörte neben etwa einem Dutzend Granaten, dem Vorläufer der heutigen Handgranate, eine Muskete mit Bajonett und ein Säbel. Später wurden die Granaten wieder abgeschafft, jedoch blieben die Grenadiere weiterhin Eliteeinheiten. Aus ihren ursprünglichen Zipfelmützen entwickelten sich – als Statussymbol und, um ihre Träger größer erscheinen zu lassen – hohe und teils sehr schwere Grenadiermützen mit Metallschilden oder aus Pelz, zu deren Tragen ein Kinnriemen notwendig war. Da die Truppenbezeichnung "Grenadiere" nur für Elitetruppen mit ausgewählten Soldaten benutzt wurde, gab es in den Armeen, nicht nur in Preußen, nur wenige Regimenter, die diese im Namen führten. Da Grenadiere meist als Eliteeinheiten aufgefasst wurden, findet man sie noch heute häufig in Garderegimentern bzw. -kompanien, wo sie an ihren charakteristischen, hohen Mützen als Grenadiere erkennbar sind, etwa die britischen Grenadier Guards (Leibregiment der britischen Königin) oder die dänische Königsgarde (Den Kongelige Livgarde), die beide Bärenfellmützen tragen.
(Yc 13-7)