Die ersten Anfänge des Gartens sind um das Jahr 1500 belegt. Zugleich mit dem Auftrag zum Schlossumbau entstand ab 1716 auch der dem Geist der Zeit entsprechende luxuriöse französische Barockgarten. Für die Gestaltung zeichnete der Gartenbauinspektor Johann Christian Löwen, ab 1735 Oberlandbaudirektor, verantwortlich. Nach Fertigstellung war er einer der größten Barockgärten Schleswig-Holsteins. Bereits zwischen 1787 und 1803 begann man unter Peter Friedrich Ludwig mit der grundlegenden Umgestaltung und Erweiterung zu einem damals "en vogue" werdenden Englischen Landschaftsgarten. Man versah ihn mit zahlreichen besonderen Bäumen aus aller Welt, geschwungenen Wegen, Tempeln und Grotten in Anlehnung an die klassische Antike, mit Wasserfall, Chinesischer Brücke und romantischen Blickachsen auf den See. Bis heute ist er in fast unveränderter Form erhalten geblieben, nur dass die Bäume inzwischen zu Riesen herangewachsen sind. Seit bald 200 Jahren steht der Herzogliche Garten auch den Bürgern zur Verfügung. Im Garten gesondert abgegrenzt befindet sich außerdem ein Küchengarten mit Orangerie.
Der Plan zeigt den Barockgarten, die umgebende Landschaft und einen teil der Stadt in starker Übertreibung der Perspektive.
(Ys 77-3)