Fürstbischof Adolf Friedrich von Schleswig-Holstein-Gottorp, der spätere schwedische König, integrierte in der Zeit seiner Regentschaft (1727–1750) die Insel im See in den weitläufigen Eutiner Schlossgarten und ließ dort ein Lustschloss, die Adolphsburg, errichten. Der Bau beherbergte für kurze Zeit, während des Siebenjährigen Krieges, die mecklen¬burgische Münze. Im Jahr 1771 wurde das aus Ziegeln und Feldsteinen erbaute Schloss durch den neuen Eutiner Hofbaumeister Georg Greggenhofer (1770–1179) abgerissen und das Material dem Bau des St.-Georg-Hospitals in Eutin zugeführt. Danach wurde bis ins 20. Jhd. auf der Insel eine Fasanerie betrieben. Heute ist die stark bewaldete Insel in Privatbesitz und wird von den Eigentümern bewohnt.
Der Stich zeigt das Lustschloss Adolphsburg mit einem kleinen Barockgarten dahinter. Es ist fraglich, ob auf dem Großen Eutiner See im 18. Jhd. dreimastige Fregatten der im Vordergrund rechts dargestellten Größe fuhren.
(Ys 77-5)