Boulingrin (franz.) oder Bowling green (engl.), ursprünglich ein Rasenplatz für das Boulespiel. Er ist parterreartig als vertieft gelegene Rasenfläche angelegt, die auch mit Mustern gestaltet sein kann. Das Boulingrin von Schloss Eutin war ein Broderieparterre in der typischen Form französischer Gartenkunst des Barocks. Es besaß eine symmetrische Durchstrukturierung der Beete mit zugeschnittenen Buchsbaumhecken, die Ziermuster ergaben, sogenannte Broderien. Begrenzt wurde das Boulingrin einseitig durch eine mit Buchs bewachsene Arkadenreihe.
Der Stich zeigt das Bowling green von 1735. Die Aussicht zum See hin war von Heckenarkaden gerahmt, das die Attraktivität erhöhte. Von hier aus brachte ein Lustschiff die Gäste zur Insel mit der Adolfsburg.
(Ys 77-6)