Kampf und Krieg sind beliebte Themen in der Vasenmalerei der Archaik und so bedienen die beiden Bildfelder dieser Halsamphora mit Darstellungen aus gleich zwei Sagenkreisen den etruskischen Markt. Einerseits trägt Aias, in voller Rüstung und Schild (zwei antithetische Sphingen zum Schildzeichen) seinen gefallenen Kameraden Achill vom Schlachtfeld vor Troja, andererseits sind Theseus und der Minotauros im Nahkampf miteinander verwickelt. Beide Bildfelder sind identisch aufgebaut, indem die männliche Zweiergruppe jeweils von zwei Frauen gerahmt wird, wobei Zier und Farbigkeit der Gewänder an dem des jeweiligen Helden orientiert sind. Mehr wie Zuschauer wirken die rahmenden Frauen, nicht wie Bestandteil der Sagen. Ihre Gestik variiert nicht, sie sind austauschbar. Und so ist Athena, Schutzgöttin des Achill, ihrer sonstigen Attribute beraubt, fast nicht zu erkennen, nur der Helmbusch hebt sie von einer gewöhnlichen griechischen Frau ab.